Plusminus
Wirtschaft (D 2026)
Teure Kleinwagen – Steht eine ganze Fahrzeugklasse vor dem Aus? Für Fahranfänger, Geringverdiener, als Zweitwagen für Familien oder als Mobilitätsgarant für Pflegedienste sind Kleinwagen oft lebensnotwendig. Doch egal, ob E-Auto oder Verbrenner – unter 20.000 Euro ist ein Neuwagen kaum zu haben. Selbst Gebrauchte sind teuer. Viele Hersteller haben Kleinwagen sogar komplett aus dem Programm genommen, z. B. Ford Fiesta, Peugeot 108, Škoda Citigo, Opel Adam oder Opel Karl. In den vergangenen zehn Jahren ist das Kleinwagenangebot um rund 30 Modelle geschrumpft. Neben der Inflation gelten als Preistreiber vor allem die vielen Assistenzsysteme, die Hersteller in ihre Modelle nach EU-Vorgaben einbauen müssen. Doch sind diese Systeme zwingend nötig? In der EU scheint es jetzt ein Umdenken zu geben. / Deutsches Gesundheitssystem – Hohe Kosten und wenig Nutzen: Der OECD-Gesundheitsbericht "Health at a Glance 2025" stellt dem deutschen Gesundheitssystem ein verheerendes Zeugnis aus: teuer und ineffizient. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt verfügt Deutschland nach den USA über das zweitteuerste Gesundheitssystem der Welt und das teuerste in Europa. Im Vergleich zu Frankreich, Spanien, Italien, Dänemark oder den Niederlanden zeigt Deutschland ein Paradoxon: Es hat die höchsten Ausgaben, aber oft die niedrigste Lebenserwartung und eine geringere Effizienz bei der Vermeidung vorzeitiger Todesfälle. Deutschland ist Spitze bei der Einführung neuer Medikamente und neuer Medizintechnik, aber auch führend bei überflüssigen OPs. Experten kritisieren die strikte Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sowie eine zu hohe Dichte an kleinen, spezialisierten Kliniken, die hohe Fixkosten verursachen. / Windräder im Wald – Warum Widerstand zwecklos ist: In vielen Regionen wächst der Widerstand gegen den weiteren Ausbau der Windkraft. Vor allem Naturschützer wehren sich gegen den Bau von Windrädern in Wäldern. Doch der Widerstand ist nahezu zwecklos, denn Paragraf 2 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) legt fest, dass der Ausbau erneuerbarer Energien im "überragenden öffentlichen Interesse" liegt und der öffentlichen Sicherheit dient. Diese Regelung wurde vom ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) initiiert und ist in der Praxis zu einer Art juristischem Beschleuniger der Energiewende geworden. Bei der Genehmigung solcher Anlagen müssten zwar eigentlich die unterschiedlichen Interessen von Investoren, Anwohnern, Kommunen, Natur- oder Landschaftsschutz gegeneinander abgewogen werden, doch wenn Windkraft immer Vorrang hat, findet diese Abwägung nicht mehr statt. Ein Rechtsgutachten des Verfassungsrechtlers Boehme-Neßler hält den Paragraf 2 EEG für verfassungswidrig.
- Teure Kleinwagen – Steht eine ganze Fahrzeugklasse vor dem Aus?.
- Deutsches Gesundheitssystem – Hohe Kosten und wenig Nutzen.
- Windräder im Wald – Warum Widerstand zwecklos ist.
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Do, 16.04.2026 | 05:00 - 05:30