Westart
Kultur (D 2026)
Verblüffend viel Kunst: Westart zu Besuch in Siegen Vor 25 Jahren wurde es eröffnet: Das Museum für Gegenwartskunst in Siegen. Ein Haus mit einer bemerkenswerten Sammlung internationaler Kunst fernab der großen Zentren. Basis ist die große Privatsammlung einer Mäzenin mit Werken unter anderem von Francis Bacon, Maria Lassnig oder Sigmar Polke. Es findet sich aber auch viel Kunst mit regionalen Bezügen im Museum. Gefeiert wird das Jubiläum mit der Ausstellung "25 Jahre, 25 Werke", die die Entwicklung des Museums anhand von 25 ausgewählten Arbeiten zeigt. Der ganz aktuellen Kunst widmet sich der Kunstverein Siegen – und das auch außerhalb klassischer Ausstellungsräume: So zeigt die Schau "– – – STADT" die Leerstelle auf, die ein geschlossenes Kaufhaus hinterlässt. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni fährt mit dem Hübbelbummler-Bus durch Siegen, feiert mit Direktor Thomas Thiel 25 Jahre Museum für Gegenwartskunst und lässt sich von der Leiterin des Kunstvereins Siegen, Jennifer Cierlitza, erzählen, wie sie mit Kunst die Stadt erobert. Abschied: Das Ende der Faltfiguren-Sammlung von Erwin Hapke So etwas hatte man noch nicht gesehen: Nach dem Tod Erwin Hapkes 2016 fand sich in seinem Haus eine wundersame Welt von Faltfiguren aus Papier. Alle Wände über und über beklebt mit Insekten, Säugetieren, Menschenfiguren oder Architekturen, alle Flächen vollgestellt. Dem Wunsch Hapkes, das Haus als Gesamtkunstwerk zu erhalten, konnten die Erben nicht entsprechen. Das Haus wurde verkauft, die Faltkunst eingelagert. Aber auch das ist keine Lösung: Das Papier ist anfällig für Schimmel, Nagetiere nutzen es als Nistmaterial, die Massen der filigranen Faltfiguren sind nicht zu bewahren. Jetzt sind sie ein letztes Mal in einer Ausstellung zu sehen und sollen dann verbrannt werden. Das traurige Ende einer Geschichte, die Westart von Anfang an begleitet hat. Verbrechen im ewigen Eis: Uraufführung von "Polaris" Ein Verbrechen an einem ganz und gar außergewöhnlichen Ort: einer Forschungsstation in der Antarktis. Diese reale Begebenheit macht Regisseur Jan-Christoph Gockel zum Ausgangspunkt seiner Theaterproduktion "Polaris", die sich mit Naturgewalten beschäftigt, mit Einsamkeit und damit, wie Menschen unter Extrembedingungen funktionieren. Zur Recherche ist Gockel mit einem künstlerischen Forschungsteam auf die Neumayer-Station III in der Antarktis gereist. Das Stück wird am 16.5. bei den Ruhrfestspielen uraufgeführt. Ein Leben ist nicht genug: Dokuserie über Xatar Aus der Geflüchteten-Unterkunft in die deutschen Charts: Xatar war als Goldräuber im Knast, war Geschäftsmann und Musiker und wurde zu einer nationalen Rap-Ikone. Völlig überraschend starb er vor einem Jahr mit nur 43 Jahren. Die ARD-Dokuserie "XATAR – Ein Leben ist nicht genug" blickt hinter das öffentliche Bild von Xatar und begibt sich auf die Suche nach dem Menschen Giwar Hajabi – zwischen Inszenierung, Widersprüchen, Brüchen, Verfehlungen und Sehnsüchten. Heavy Metal Festival in der Provinz: Der Dokumentarfilm "Ehrenamt" "Bist du hart genug für das Sauerland?" ist das "Metal Diver Festival" in Marsberg überschrieben. Die zwölfte Ausgabe war dieses Jahr zu erleben, jedes Jahr mit Heavy Metal Bands, die vorher dort noch nicht gespielt haben. Und das alles komplett ehrenamtlich von einem Verein organisiert. Der Dokumentarfilm "Ehrenamt" von Regisseur Daniel Hofmann erlaubt einen Einblick in die Organisation eines solchen Festivals und zeigt, wie es die Kulturlandschaft Südwestfalens bereichert hat.
- Verblüffend viel Kunst: Westart zu Besuch in Siegen.
- Abschied: Das Ende der Faltfiguren-Sammlung von Erwin Hapke.
- Verbrechen im ewigen Eis: Uraufführung von "Polaris".
- Ein Leben ist nicht genug: Dokuserie über Xatar.
- Heavy Metal Festival in der Provinz: Der Dokumentarfilm "Ehrenamt".
Wiederholung
So, 17.05.2026 | 08:45 - 09:15Nächste Folgen
Di, 12.05.2026 | 01:25 - 02:00