Die Anden – Natur am Limit: Schneeberge am Äquator

Schneeberge am Äquator

Die Anden – Natur am Limit: Schneeberge am Äquator
BA3
Di, 28.11.2023 | 11:50 - 12:35

Nature (D 2016)

Die Anden sind die längste Bergkette der Erde und zählen zu den dynamischsten Gebirgen. Filmautor Christian Baumeister porträtiert in der dreiteiligen Reihe "Die Anden" diese Welt aus gewaltigen Gletschern, aktiven Vulkanen, feuchten Nebelwäldern und trockenen Hochebenen. Aufnahmen wie vom perfekt getarnten Puma auf der Jagd, von sprintenden Vikunjas, kannibalistischen Frösche oder vom Kondor, dem "König der Anden", machen diese Reihe über Südamerikas höchstes Gebirge so einzigartig. Geboren aus vulkanischer Hitze ziehen sich die Anden über 7.000 Kilometer vom Äquator bis nach Patagonien. Die Nord-Anden zeichnet ein Gegensatz von Eiseskälte und Tropenschwüle aus. Am Äquator ragen einige Gipfel über 6.000 Meter empor – hier kommt jedes Leben ans Limit. Doch auch in diesen kargen Höhen gibt es Überlebenskünstler: Vikunjas, Kleinkamele der Anden, sind sehr genügsam und kommen mit dem wenigen Nahrungsangebot aus. In tieferen Lagen wird es tropisch. Hier leben Brillenbären, die einzige Bärenart Südamerikas. Auf dem Paramo, einem feuchten Sumpfland oberhalb der Baumgrenze, streift eine Bärin mit ihren drei Jungen umher. Die Bärin ist eine Opportunistin, wenn es um das Überleben ihrer Familie geht und zieht immer dorthin, wo es gerade etwas zu fressen gibt. Und gefressen wird alles, was sich ernten oder erwischen lässt. Dagegen sind die Kolibris der Anden ultimative Spezialisten. Die winzigen Vögel hängen von einer einzigen Energiequelle ab: vom Blütennektar. Doch dank des Blütenreichtums findet jeder Kolibri die passende Blüte für seinen Schnabel an den tropischen Hängen der Schneeberge am Äquator. Weitere Sendetermine im BR Fernsehen: 29.11. und 30.11.23